
Gut angefangen hat wohl alles
mit dem Urknall.
Aber die ersten rund 13 Milliarden Jahre lasse ich jetzt einfach mal großzügig
weg und beginne im Jahr 2005, so Mitte Mai...
Mein Chef meinte, er
sei auf eine Internetseite gestoßen, die wäre so verrückt, er hätte
erst geglaubt, die sei von mir.
Natürlich hab ich mir sofort
reingezogen - und mich stundenlang köstlich amüsiert.
Um mich für die netten Stunden zu bedanken, hab ich dann angefangen, aufzuschreiben, was ich schon so alles zusammengestoppelt habe. Natürlich auch mit der Absicht zu unterhalten und zu informieren.
Damit eventuell auch andere daran teilhaben können, musste
der Kram natürlich ins Internet.
Kein Problem, da ich ja seit dem 24. Otober
2000 eine Homepage bei Strato habe. Die war aber seit rund 4 Jahren nicht mehr erneuert
worden, weshalb mir sowohl Username wie auch das Passwort entfallen waren.
Schade!
Mit ein wenig Gehirnlösungsmittel, viel Ruhe und tiefer Konzentration
konnte ich den grauen Zellen dann aber die richtigen Daten doch noch entlocken.
Schnell wurde mir klar, dass die Beschreibungen ein größeres Projekt sind, weshalb ich mir erstmal ein paar Werkzeuge erstellt habe. Siehe Making of .
Ja geht doch: schon im Juni waren die ersten Artikel online. Nach und nach wurden die Seiten einem gezielten Feintuning unterzogen, so dass man mir nun recht einfach einen Kommentar zukommen lassen kann.
Jetzt zum Beispiel: einfach unten auf der Seite auf Kommentieren klicken.

Seit (für mich) ewigen Zeiten werde ich gefragt,
was denn dieses ZABEX sei? Was bedeutet das? Woher kommt das?
Die
letzten 30 Jahre habe ich dazu mehr verwirrendes als erhellendes verlauten lassen.
Spaßig wars!
Aber nun ist die Zeit gekommen, das
so lange gut gehütete Geheimnis zu lüften.
Jawoll - die
Welt soll erfahren, wie das alles wirklich angefangen hat. Und deshalb berichte
ich jetzt und hier von
der ZABEX Entstehung.
Wir gehen zurück ins Jahr der Einführung der sommerlichen Zeitumstellung
: Im Sommer 1980 wurden im Flessner
Werk Hankensbüttel
Chipsletten für Frankreich produziert und ich habe in dem Werk einen Ferienjob
gehabt. Die geistestötende Aufgabe bestand darin, entweder eine kleine Schablone
mit dem Alphabet drauf oder eine kleine Malpalette mit 3 Farbklecksen
und 'nem Pinselchen in vorbeifahrende Chipslettendosen zu werfen.
Was wird der baguettragende Konsument sich gefreut haben, neben der Möglichkeit,
seinen Körper mit den gewürzten Scheiben aus Fett und Kartoffelstärke lustvoll
umzuformen, nun auch etwas für
sein schlummerndes künstlerisches
Talent in die Hand zu bekommen!
So eine Schablone hatte sich irgendwie in meiner Kleidung verfangen und den Weg in mein Federmäppchen gefunden. Da von dem Gimmik kein Foto mehr aufzutreiben war, habe ich mich in den letzten Tagen nochmal ein wenig in Postscript eingearbeitet und damit eine Zeichnung erstellt, damit ihr eine grobe Vorstellung (die Stege fehlen) von dem Plastikteil habt:
Nun war mein
Federmäppchen - ein Faulenzer
- aufgrund der jugendlichen Unbekümmertheit gelegentlich hohen mechanischen
Belastungen ausgesetzt.
Nach ein paar Monaten war durch das viele Ranzen-in-die-Ecke-werfen
der Schablonenring in mehrere Teile zerbrochen und damit quasi unbrauchbar.
Es war nur ein größeres Stück übrig geblieben, das ungefähr
so aussah:
Mit dem Stück Schablone zwischen Physikheft und gelangweiltem Jungbastlerhirn saß ich im Physikunterricht und kritzelte gedankenverloren vor mich hin, während an der Tafel irgendwas bestimmt hochinteressantes passierte.
Da man mit den paar Buchstaben kaum noch was sinnvolles schreiben konnte,
stand lauter Buchstabensalat in meinem Heft.
Tja, und irgendwann sah ich auf dem
Papier dann in schönen Schablonenbuchstaben ein bemerkenswertes Wort:
Ich habe gleich meinen Banknachbarn angestupst und auf das Wort gezeigt. Er fragte, was das sei. Ich sagte, ich wisse es auch nicht, es war halt plötzlich da.
Uns war dann sofort klar, dass da etwas ganz Großes geschehen war: Das war ein Zeichen! Klar und unmißverständlich!
Die Sache sprach sich an der Schule recht schnell rum, da keiner eine Ahnung hatte, was ZABEX
ist. Das machte die Sache nun wirklich interessant!
Nix ist besser als Gerüchte...
Keiner außer mir und meinem Freund begriff so richtig, wie wichtig
dieses Wort war. Wir mussten
missionarisch tätig werden!
Und nahmen die Sache ernst:
Im Jahr drauf haben wir uns einen ZABEX-Stempel machen
lassen.
Damit sah das Wort irgendwie offiziell aus und tauchte nun überall auf. Kaum ein Blatt blieb ungestempelt! Werbung funktioniert halt mit Wiederholung...
Ein weiterer Schub kam mit der Klassenfahrt nach Berlin. Hier unser Passierschein für die (für uns) ungewöhnliche Unterkunft:
Es war also der Sommer 1982. Buttons waren grade in Mode - man trug "Atomkraft-Nein Danke" und ähnliches.
In Berlin trafen wir auf Straßenverkäufer mit Button-Maschinen. Egal was es kostete - wir haben uns ZABEX-Buttons machen lassen!
Das waren natürlich handgemalte Unikate, von denen heute noch einige erhalten sind.
Irgendwann haben wir auch ein Design in größerer Auflage (zehn Stück!) drucken und pressen lassen.
Sowas war damals noch richtig aufwändig, da es noch kein Internet gab und alles per Post passieren musste.
Neben dieser massiven Werbekampagne tauchten irgendwann auch Artikel in der Schülerzeitung auf, die mehr zu Verwirrung als zu Erkenntnis führten. Und Zabex-Artikel erkannte man irgendwann schon am Schriftbild
Das lag an meinem tollen 9-Nadel Drucker vom Typ Epson MX-80.
Ein Artikel ist erhalten und stammt aus unserer Abi-Zeitung:
(Unten drei Lehrerzitate, die wir damals lustig fanden)
Dann vergingen einfach mal 15 Jahre.
Irgendwie hatte sich in den Köpfen meiner Mitschüler
wohl das Wort ZABEX mit meiner Person verknüpft, denn ich wurde auf einem
Jahrgangstreffen als ZABEX angesprochen - meinen richtigen Namen hatte
man vergessen.
Ähhh - so ist das also!
Nun
wußte ich, dass ich unbemerkt einen neuen Spitznamen hatte. Und dass
dieses Wort nun als mein bis dahin meistgenutztes Passwort vielleicht doch nicht mehr so richtig
sicher war... 
Jahre später hat mich
mein Bruder angerufen und man konnte sein Grinsen durch den Telefonhörer
quasi spüren. Er sagte, er hätte was wirklich gemeines gemacht.
Etwas dass mich bestimmt ärgern würde:
Er hatte sich die Domain "www.zabex.de" gekrallt. Er hatte damit nix bestimmtes vor, sondern hatte das einfach aus einer Laune raus gemacht.
Damals gab es diese Homepage noch nicht, weshalb ich das zwar unverschämt dreist fand, es mich aber genau genommen nicht sonderlich gestört hat.
Als ich später aber beschloss, eine Homepage aufzubauen und dafür ein Pseudonym brauchte, fiel die Wahl nicht schwer. Ein griffiges Wort mit 5 Buchstaben! Schade nur, dass die zugehörige Domain nicht mehr frei war und ich den Kram unter meiner im Jahre 2000 reservierten Seite www.dietmar-schroeder.de veröffentlichen mußte...
Es geht doch nix über Geschwisterliebe: Ich durfte die Hauptseite von www.zabex.de als Umlenkung auf meine Homepage nutzen. Und wenige Jahre später haben wir beschlossen die Domain (und deren Kosten) an mich zu übertragen. Das war letztlich ein unendlicher Akt von Bürokratie, denn es reicht natürlich nicht, dass zwei Brüder sich einig sind, untereinander eine Domain übertragen zu wollen. Da mussten in wochenlanger Kleinarbeit halt auch noch zwei Provider überzeugt werden. Irgendwie hatten wir die auf dem falschen Fuß erwischt.
Hier ein Zitat aus der Wikipedia: Bürokratie ("Herrschaft der Verwaltung")
ist die Wahrnehmung von Verwaltungstätigkeiten im Rahmen festgelegter Kompetenzen innerhalb
einer festen Hierarchie. Wir haben die Hierarchie
von unten nach oben und wieder zurück durchlaufen.
Mehrfach.
Aber letztendlich zählt das Ergebnis:
Die Mühe hat sich natürlich gelohnt, denn für euch existiert ja jetzt
diese Internetseite:
"www.zabex.de"
Mit dem schönen
Motto:
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Aber der Seitenquelltext sieht auch interessant aus, zumindest wenn man ihn mit einem Monospace Font in sehr kleiner Schriftgröße betrachtet.