iPod-Nano Ladegerät


-----
 

Einleitung

Meine Tochter hat einen iPod-Nano geschenkt bekommen. Den kann man ja bequem via USB am PC laden. Im Urlaub habe ich aber (sicher!) keinen Rechner dabei. Und eine Akkuladung reicht nicht für 2 Wochen. Die Firma mit dem angefressenen Fallobst bietet daher ein praktisches Ladegerät mit USB-Buchse an. Der Preis dafür liegt etwas über dem, was ich für meinen No-Name Player zahlen musste.
Das Teil kommt also gar nicht in Frage.
Aber irgendwie brauche ich Strom aus der Dose...  

[Bild(2.3k)]

 

 
-----
 

   

Meine Lösung

Die erste Idee war, den iPod einfach an einem USB-Hub mit Netzteil zu laden.
Dann fand ich diese Platine in meiner PC-Bastelkiste:  

[Bild(20.4k)]

Schnell einen LM7805 Spannungsregler da angeschraubt, wo die Platine Masse führt, zwei Drähte zu einer USB-Buchse.  

[Bild(14.6k)]

Ein Stück Alu dient als Kühlkörper dran und das Ganze wird mit 'nem 9V Steckernetzteil betrieben. Alles unwichtige weggesägt:  

[Bild(20.6k)] [Bild(24.7k)]

Und in Heißkleber abgesoffen:  

[Bild(31.7k)]

 

  Natürlich hat es nicht funktioniert. Der iPod interessiert sich Null für die sauberen 5V!  

  Eigentlich war ich kein bischen überracht - ist ja schließlich ein Apple-Produkt. Also macht es alles etwas anders...  

  Im Internet fand ich:
Um ein vierzig Euro Netzteil so zu simulieren, dass der iPod es erkennt, muss man an die Datenleitungen der USB-Buchse 2,5V anlegen.  

  Mit 4 Widerständen habe ich das ausprobiert;  

[Bild(42.2k)]

Und siehe da: Klappt prima!  

[Bild(19.1k)]

 

  Leider wird der provisorische Kühlkörper tierisch heiß. Öhm, der muss ja auch bis zu 2 Watt verheizen.
Tut das Not?
Neee...  

 
-----
 

   

Meine zweite Lösung

Ein Schaltregler wird kaum heiß und hat einen viel höheren Eingangsspannungsbereich. Die Schaltung ist recht simpel:  

[Bild(29.1k)]

Die Schaltung besteht aus Verpolungsschutzdiode, Schaltregler, Betriebsanzeige und iPod-Ladegerät-Simulationswiderständen.  

  Das Ganze passt auf eine kleine Platine:  

[Bild(15.5k)] [Bild(14.3k)] [Bild(15.7k)]

Da das Teil für meine Tochter ist, durfte sie (Erstlingswerk!) die Platine ätzen, bohren, bestücken und verlöten.  

  Ein formschönes Gehäuse aus Schrumpfschlauch - fertig ist der Lader im Kamel Design.  

[Bild(15.0k)]

Und: Funktioniert prima!  

  Für den Fall, dass so ein Apfel-Gerät mal irgendwann den Geist aufgibt, habe ich vorsorglich angekündigt, dass ich keine Lust habe, mich mit diesen verklebten Winzlingen rumzuärgern, da mir dazu sowohl Werkzeug wie auch Erfahrung fehlen. Zu Glück gibt es genug andere Leute, die das können und Bock darauf haben. Auf jeder Maker-Messe fand ich immer einen Stand, der Spezialwerkzeug für iPod oder Handy-Reparatur anbietet.
Ich fand es interessant, dass es inzwischen sogar spezialisierte Suchmaschinen z.B. für eine iPhone Reparatur gibt. Man beschreibt mit ein paar Klicks seinen Defekt und die Suchmaschine spuckt die Adresse geeigneter Reparateure inklusive Kostenvoranschlag aus. Es scheint also genug kaputt zu gehen, wenn sich so ein Aufwand lohnt.  

 
-----
Schaltplan, Layout und Bestückungsplan als PDF gibts hier: 92pdf.zip (27K).
Das Original Protel-File hier: 92protel.zip (53K)
-----
 

Kommentieren
   
Startseite
Flattr this

Diese Seiten sind darauf optimiert mit möglichst jedem Browser zu funktionieren.

Aber der Seitenquelltext (strg-U) sieht auch interessant aus, zumindest wenn man ihn mit einem Monospace Font in sehr kleiner Schriftgröße betrachtet.

Valid HTML 4.01! CSS ist valide!