IBM - Infinite Bath Machine


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Ausgangssituation

Ich bade gern - und ich bade gern lange. Ärgerlicherweise wird das Wasser irgendwann ungemütlich kalt. Aber da ich es gerne hab, wenn Wasser in die Wanne plätschert, lasse ich halt immer etwas warmes Wasser reinlaufen. Wenn die Wanne dann voll ist, hört der Spaß natürlich auf. Dann muss ich alle paar Minuten den Stöpsel rausziehen, etwas Wasser rauslassen und kann dann wieder warm auffüllen.  

  Eigentlich ist das blöd. Das Wasser ist ja noch prima. Es fehlt ihm eigentlich nur an Energie.  

Meine Lösung

Daher habe ich die unendliche Bademaschine (IBM) konstruiert. Mit ihr kann ich stundenlang im Wasser liegen, es plätschert die ganze Zeit herrlich warmes Wasser rein - und die Wanne wird nie voll!  

  Diese Dokumentation erfolgt leider fast 10 Jahre nach dem Bau. Inzwischen wohne ich in einem Haus, in dem der mächtige Spaßfaktor der IBM zugunsten von Ästhetik im Bad verschwunden ist. Aber es war eine schöne Zeit! So gelegentlich vermisse ich das Dauerbaden. Vielleicht mache ich mich eines Tages noch mal dran. Die Ästhethik sollte doch hinzukriegen sein, oder?
Wenn ich zur Beruhigung meiner Frau einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer installiere, eine Trinkwasserpumpe davorschalte und ein 3-Wege Ventil in den Ablauf baue, dann einen zweiten Satz Grohe Armaturen installiere, dann ist von der Technik nix zu sehen. Enormes Frickelpotential zur Steuerung der Pumpe und des 3-Wege-Ventils wären gegeben.
Toll wäre dabei, dass die Wanne keinen Stöpsel mehr hat, sondern einen Drehschalter: Ablauf/Füllen/Umlauf kalt/Umlauf warm/Umlauf heiß.
Abschrecken tut mich die Wartung des Systems. Lange Haare sind ein fieses Zeugs in Verbindung mit Seife. Ein klemmendes Ventil würde den Haussegen ziemlich schief hängen lassen!  

  Damals gab's vor allem Bedenken wegen dem Strom und Naserümpfen wegen der hässlichen Schläuche und der Ansaugung.
Inzwischen habe ich zumindest eine elektrische Bastellei erfolgreich im Bad untergebracht: Meinen nicht beschlagenden Badspiegel - aber der ist halt weit entfernt von der Wanne und man sieht nix von der Technik.  

  Damals war alles richtig schön pragmatisch.
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Für euch hab ich die verstaubten Fragmente noch mal rausgekramt. Hier also die Konstruktion:  

  Das kühle Wasser muss erstmal aus der Wanne. Dazu dient ein Rückschlagventil mit Kupferrohr, welches über den Wannenrand gehängt wird.  

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Über einen gewöhnlichen Gartenschlauch gelangt es in den (heute nicht mehr existenten) Waschtisch-Unterschrank. Darin befindet sich eine Heizungspumpe.  

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Würde man das Wasser jetzt wieder mit einem Schlauch zur Wanne führen, und eine Dusche anschließen,  

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so könnte man schon unendlich plätschern.
Um dem Wasser Energie zuzuführen habe ich mir einen Durchlauferhitzer gelötet, der in die Leitung eingeschleift wird.
Irgendwo hatte ich eine Messingplatte rumliegen, die ich zu einer Kiste verlötet habe. Vorne in die Kiste kommen zwei Löcher, in die zwei gebrauchte Waschmaschinen-Heizstäbe mit 700W und 900W eingesteckt und mit einem Bügel festgehalten werden.  

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Oben in die Kiste hab ich 2 Kupferrohre eingelötet, auf die die Schläuche gesteckt werden.  

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  Die Pumpe und die beiden Heizstäbe werden an 3 Funk-Steckdosen angeschlossen. Als Beruhigung hab ich alles an einen FI-Schutzschalter angeschlossen. Es kann zwar eigentlich nix passieren, aber Murphy kann man nicht trauen.
Den Sender habe ich in eine Tüte eingeschweißt und das Ganze nochmal in eine Tüte eingeschweißt (doppelt hält besser).
In der Wanne sitzend kann man nun mit der Fernbedienung die Pumpe einschalten - und es plätschert los. Schalte ich einen Heizstab zu, bekomme ich warmes Wasser und die Wanne hält sich bei ca. 36-38 Grad. Mit beiden Heizungen wird es richtig schön warm und die Wannentemperatur steigt auf etwa 40 Grad.  

  Die Kinder hatten immer einen Mordsspaß. Mit ihrem ganzen Wasserspielzeug konnten sie es ewig plätschern lassen (die Heizung war meist aus) - ohne dass meine Wasserrechnung mich umbringt.
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Inzwischen wird die Pumpe nur noch im Sommer benutzt. Dann wälzt sie das Wasser im Kinderplanschbecken um. Statt Durchlauferhitzer liegt ein ewig langer Wasserschlauch auf dem Rasen - als Sonnenkollektor.  

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Aber der Seitenquelltext sieht auch interessant aus, zumindest wenn man ihn mit einem Monospace Font in sehr kleiner Schriftgröße betrachtet.

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