Zentrale Absaugung

 Mai 2005


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Ausgangssituation

Wo gehobelt wird da fallen Späne. Und nach einer Weile steht man knöcheltief in Holzspänen. Fällt dann mal eine M3 Mutter runter, braucht man gar nicht anfangen zu suchen. Jahrelang hielt ich das für völlig in Ordnung, bis ich meine neue Kreissäge bekam. Das Ding saut einem echt alles ein!  

  Die Maschinen haben alle so einen Stutzen für eine Absaugung. Also warum nicht. Es gibt echt prima Sauger, die genau einen Schlauch für diese Anschlussstutzen haben. Und die schalten sich automatisch ein. Geil, aber sehr kostspielig.  

Meine Lösung

Der alte Nasssauger kann mit Filtertüte auch trockensaugen. Nun sind diese Swirl-Tüten aber länger als der Billigsauger. Man soll die Tüten abschneiden - aber wozu? Außerdem ist im Behälter des Saugers sowieso recht wenig Platz. Daher hab ich erstmal den Staubsaugersaugstaubstauraum mit ein paar Spanplatten vergrößert.  

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Wenn der Saugschlauch von unten an die Maschine geführt wird, bleibt er meist am Werkstück hängen. Gleiches gilt für das Stromkabel. Wie oft hab ich schon ein Brett vermurkst, weil sich beim Hobeln das Netzkabel verklemmt hat. Daher kommen jetzt Energiezufuhr und Dreckabfuhr von der Decke.  

  Damit das Kabel spielend leicht folgen kann, habe ich aus einem T-Profil eine Laufschiene an die Decke geschraubt, an dem ein U-Profil mit 4 Kugellagern rollt. Dieses trägt das Saugrohr, welches sich in seiner Halterung verschieben lässt. Unten am Rohr ist eine alte Teppichschiene als Gleitschiene befestigt. Das Saugrohr wird auf der anderen Seite durch einen Rest Kupferrohr unterstützt, damit es sich nicht so hängen lässt.  

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  Das automatische Einschalten übernimmt eine PC-Master-Slave Steckdose vom Aldi. Dessen Anleitung sagt, man dürfe damit auf keinen Fall Maschinen schalten und sie nicht in Kellerräumen und nicht in staubigen Räumen betreiben - ist also quasi ideal geeignet!
Seit es nur ein Handgriff ist, den Schlauch auf die jeweilige Maschine zu stecken, ist die Werkstatt erstaunlich sauber, nur beim Bohren mach ich noch jede Menge Sauerei.  

  Hier nochmal die wesentlichen Teile auf einem Blick:  

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Feinstaub

Angeblich ist Staub gar nicht mal so gut für die Lunge. Und je feiner er ist, desto tiefer kommt er rein. Wer weiß, vielleicht wird man davon sogar krank oder verliert den Rentenanspruch.
Nun ja, mit meiner Absaugung verschwindet das Meiste ja in dem Blecheimer. Aber der feine Feinstaub wird natürlich durch die Papiertüte und das kleine Stück Schaumstoff einfach durchfliegen und mich dann langsam umbringen.  

  Denkste!  

  Ich habe in ein Stück Abflussrohr investiert. Zusammen mit ein paar rumliegenden Rohren und einem nicht ganz passenden Bogen sorgt das nun dafür, dass mir selbst bei einem gerissenen Filter (Ja, das kommt öfter vor) nicht wieder dieser trockene Reizhusten packt.  

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Der Schaumstoff an der Ausblasöffnung ist überflüssig und wurde entfernt. Dafür kam ein Rohr drauf. Ein Blasrohr sozusagen.
Um im Baumarkt nicht unnötig viele Euros für Bögen zu lassen, wurde ein passender Kasten gezimmert.  

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Der Kasten lässt das Saugrohr durch und lenkt das Blasrohr um selbiges herum in ein Abflussrohr mit ordentlichem Durchmesser. Dieses endet in einem Bogen und geht dann noch 30cm gerade durch die Wand.  

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Da ich also auf beiden Seiten des Bogens eine Muffe brauche, es aber solche Bögen nicht gibt habe ich statt einer teuren Doppelmuffe die Rohre einfach mit Paketband fixiert.  

  Letztendlich endet das Ganze an der frischen Luft. Dort stört mich der Dreck nicht - er wird in alle Winde zerstreut...  

  Wow. Jetzt riecht es gar nicht mehr so muffig, wenn der Staubsauger anspringt...
Ach ja, gehalten wird das Abflussrohr durch ein Stück Hochseeangelschnur an einer OBO-Schelle.  

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Ja, das hält wirklich!
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Aber der Seitenquelltext (strg-U) sieht auch interessant aus, zumindest wenn man ihn mit einem Monospace Font in sehr kleiner Schriftgröße betrachtet.

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