Navigationssystem


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Ausgangssituation

Bereits eine Stunde vor Beginn der Vorstellung im Planetarium war ich mit meiner Tochter in Köln. Leider hat die Stunde nicht gereicht, um das Gebäude zu erreichen, weil wir aufgrund geänderter Verkehrsführung irgendwie auf die andere Rheinseite geraten sind und man nirgendwo vernünftig anhalten kann, um den Stadtplan zu Rate zu ziehen. Da das Gebäude nach Vorstellungsbeginn abgeschlossen wird, sind wir unverrichteter Dinge wieder zurückgefahren und haben 4 Stunden im Stau gestanden, weil ich das Radio auf Kinder-CDs hatte und damit die Verkehrsfunkmeldung der Autobahn-Vollsperrung nicht mitbekommen hab.  

  So einen suuuuper Tag will ich echt nicht noch mal erleben!  

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Technische Hilfe muss her!

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Meine erste Lösung

Eine GPS-Maus an ein Notebook gesteckt,  

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eine Routenplanersoftware drauf und gut is. Zusätzlich hab ich noch eine tragbare Steckdose ins Auto gebaut, damit mir bei langen Reisen der Strom nicht ausgeht.  

  Ok, das System funktioniert. Zumindest einigermaßen. Der PC braucht ewig zum booten, die GPS-Maus wird manchmal nicht erkannt und vor dem Start der Navi-Software muss Hyperterm gestartet werden, um die ersten Schrott-Zeichen von der seriellen Schnittstelle abzuholen, sonst werden keine GPS-Koordinaten erkannt.  

  Das heißt: vor der Fahrt 5 Minuten für den Routenplaner einkalkulieren. Dafür finde ich jetzt auch problemlos zum Ziel, selbst wenn ich zwischendurch mal falsch abbiegen sollte.
Das Radio (also TMC) hört das Teil natürlich immer noch nicht ab.  


Bei der Fahrt in den Urlaub hat sich die GPS-Maus langsam verabschiedet. Eine Zeit lang lief sie, wenn man sie über der Lüftung richtig heiß gemacht hat, irgendwann ist sie dann ganz tot geblieben. Technik die begeistert!  

  Also nochmal in eine GPS-Maus einer anderen Marke investiert. Gleich im Bundle mit einer anderen Navi-Software. Die war ziemlich unbrauchbar, da sie lediglich eine Landkarte an der momentanen GPS Position anzeigt. Ob ich abbiegen muss, muss ich selbst rausfinden.
So was gehört eigentlich verboten. Irgendwann muss ich doch auch mal auf die Straße sehen.
Also lieber wieder die alte Software mit dem Hyperterm-Vorspiel!
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Irgendwann ist mir dann während des Umfahrens eines Staus das Notebook einfach ausgegangen.  

  Warum?  

  Die Stromversorgungsbuchse im Notebook war von der Platine abgerissen und weil ich bei meiner zügigen Fahrt das Piepsen überhört habe, war irgendwann der Akku leer.  

  Natürlich war ich irgendwo in der Pampa. Zum Glück hatte ich mein Ersatznavi dabei (das Große, das auch den Nacken kraulen kann und statt CDs einen Atlas benutzt).  

  Es hat mich Tage gekostet, das blöde Notebook mit einer neuen Stromversorgungsbuchse zu versehen. Nochmal möchte ich das nicht machen!  

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  Irgendwie ist die Technik doch großer Mist. Aber wenn ich höre, was das Navi kosten soll, welches mein Autohändler an das eingebaute Radio anschließen will, stelle ich fest, dass ich das Faktor 8 zu teuer finde! Natürlich hat die Karre keinen DIN-Schacht mehr, wo man einfach ein Autoradio mit integriertem Navi reinschieben kann. Und das eingebaute Radio hat auch die recht praktische Anzeige für Außentemperatur und diverse Durchschnittsgeschwindigkeit/Spritverbrauchsanzeigen, weshalb ich das ansonsten ziemlich verbesserungswürdige Teil nicht einfach rausreißen mag.  

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Meine zweite Lösung

Das Online Versandhaus mit den vier Buchstaben hat mich dazu verführt, mir ein VDO-Dayton Autoradio-Navigationssystem für weniger als den halben Neupreis zu ersteigern. Suuuper Teil! Passt nur nicht ins Auto. Aber das kriegen wir schon!  

  Als Erstes brauche ich einen externen DIN-Schacht. Da bietet sich die schöne Kombination aus Hartfaserplatte, Holzleim und Heißkleber an. Daraus hab ich also eine passende Kiste gezimmert, in die das Radio exakt rein passt. Hinter dem Radio ist noch Platz für die Kabelenden, die aus dem Normstecker kommen. Oben drauf klebt die GPS-Antenne.  

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Da das Gehäuse bis an die Frontscheibe geschoben wird, dienen zwei Tesa-Moll Streifen als Kratz- und Klapperschutz.  

  Die Kabel hab ich auf eine 7-poligen DIN Buchse gelegt. Damit krieg ich Lautsprecher, Stromversorgung und später vielleicht mal Dauerplus, Tachoimpuls und Rückwärtsgangsignal durch eine Buchse.  

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  In die Antennenbuchse des Radios passt genau ein 4mm Büschelstecker. Also dient eine Messstrippe mit Kroko-Klemme am Ende ans Antenne.  

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  Das Ganze sieht im Auto dann so aus:  

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  Jetzt brauch' ich nur noch einen Lautsprecher für das Navi. Ein eigener Lautsprecher hat den Vorteil, dass man nebenbei noch CD oder Radio hören kann. Und die Lautstärke kann ich individuell einstellen.  

  Platz für den Lautsprecher ist vorn in der Mittelkonsole, die ich erstmal ausgebaut habe:  

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Mit Margarine wurde die Vertiefung satt eingeschmiert und dann mit Frischhaltefolie ausgekleidet. Dann kam ein Metallklotz rein, auf den ich zwei Schrauben gestellt habe. Das Ganze wurde nun mit 2-Komponenten Vergussmasse aufgefüllt.  

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  Nach 24h konnte ich den ziemlich schweren Klotz entnehmen und die Konsole mittels Spüli vom schützenden Fett befreien. Der Klotz ist nun ein perfekter Sockel für meine Lautsprecherbox.  

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  Die schwarze Box aus Spanplatte hatte ich noch rumliegen und musste sie nur zurechtsägen. Oben ein alter Autolautsprecher, unten der gegossene Sockel. Die eingegossenen Schrauben konnte ich nur als Verdrehsicherung benutzen. Halten muss das Teil nun eine Spax-Schraube Schraube.  

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  In die Box geht das 7-polige Kabel - und es kommt der Stromversorgungsstecker für den Zigarettenanzünder heraus. Montiert sieht das so aus:  

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  Die Höhe der Box ist so bemessen, dass sie sich am 12V Stecker festklemmt. Damit ist das Ganze absolut kurvensicher.
Weil das für das Radio nicht so ganz gilt, dient ein Saugnapf an der Windschutzscheibe als zusätzliche Rutschsicherung.  

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  Insgesamt bietet sich nun folgender Anblick:  

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  Ach ja: Oben ist mein Thermometer zu sehen - Analog natürlich. Dieser spezielle Spiegelanhänger lässt mich das Auto auch schon von weitem erkennen!  

  Leider hat das Radio kein EEPROM . Sowie der Strom weg ist, vergisst es ALLES! Daher kann man keine Ziele speichern und es dauert nach dem Einschalten ewig, bis die aktuelle Position gefunden wird. Da ich auch noch kein Tachosignal angezapft habe (das liegt angeblich auf einem Lila-Weißen Kabel an der Instrumententafel), ist das Navi nur bedingt komfortabel.
Aber auf längeren Strecken möchte ich es absolut nicht mehr missen.
[Bild WAF-Gelb]
 

  Irgendwann muss ich mal Dauerplus an den dafür vorgesehenen Eingang legen. Ich weiß nur noch nicht, ob ich da einfach einen Akku anschließe, da das Navi damit portabel bleibt, oder mich in die eklige Autoelektrik wühle und nach dauerhaftem Saft suche (der gerüchteweise auf Pin 6 des großen Steckers am Autoradio liegt).
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